Halluxdeformität
Die Halluxdeformität hat zwei Komponenten:
1. Knöcherne Veränderung
Häufig liegt bei komplexen Veränderungen des Vorfußes eine Spreizfußbildung zugrunde; dabei senkt sich das vordere Quergewölbe des Fußes ab, so dass die Mittelfußköpfchen alle den Boden berühren. Häufig führt dies zu einer typischen Schwielenbildung unter dem zweiten und dritten Mittelfußköpfchen. Der Mittelfußknochen der erste, großen Zehe weicht nach innen von Linie der übrigen Mittelfußknochen ab und verbreitert den Fuß so zusätzlich. Dies begünstigt die Abweichung des Grundgliedes der Großzehe nach außen (Hallux valgus).
Verschiedene veränderte Fußwinkel müssen bei der knöchernen Analyse des Fußes berücksichtigt werden. Die wichtigsten bilden der Intermetarsalwinkel (IMV) zwischen I und II Strahl. Der DMAA gibt ein Ausmaß über die Neigung der Gelenkfläche des Metatarsale I. Der Hallux valgus Winkel bietet einen Hinweis auf die Schwere der Abweichung der Großzehe. Ein weiterer Indikator ist das Ausmaß der Dezentrierung der Sesambeine.
2. Weichteilveränderungen
Dezentrierung des Grundgelenks: Die Achsfehlstellung des Mittelfußknochen I führt durch den umgeleiteten Muskel/Sehnen-/Kapselzug zu einer Dezentrierung des Grundgelenks
Der veränderte Sehnenzug führt zum Teil zu einer Rotation der Großzehe.

Analyse des Fußes



