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Schmerzen im Handgelenk - Was nun?

Der chronische Handgelenksschmerz hat in den letzten Jahren riesige Schritt unserem Verständnis und auch in unseren therapeutischen Möglichkeiten gemacht. Einer der Hauptursachen stellt der Gelenkverschleiß dar. Zurückzuführen kann er sein auf fehl verheilte Brüche, Durchblutungsstörungen des Mondbeins, rheumatisch und entzündliche bedingte Zerstörungen und häufig nicht erkannte Bandverletzungen mit ihren Folgeerscheinungen.

Schmerzen des Handgelenks sind in der orthopädischen Praxis ein häufiges Problem. Häufig liegt hier ein Verschleiß des Handgelenks zugrunde. Für den Patienten ist das ein besonders gravierendes Problem. Der Handgelenksschmerz beeinträchtigt die Funktion, den Einsatz und damit die Gebrauchsfähigkeit der gesamten Hand. Der Schmerz reduziert erheblich die Einsatzfähigkeit der Hand im täglichen Leben. Viele Ursachen sind möglich. Zur sinnvollen modernen Therapie ist es wichtig diese zu erkennen.

Besonders häufig ist die so genannte Bagatellverletzung des Handgelenks. Der Patient berichtet, er habe sich das Handgelenk verstaucht. Obwohl es sich nach erster Analyse nur um "eine Verstauchung" - Distorsion handelte, dauert plötzlich die Heilungsphase, die Schmerzsituation des Gelenkes dann doch viel länger als ursprünglich erwartet. Häufig geraten diese Verletzungen dann wieder in Vergessenheit. Trotz negativem Röntgenbefund verbergen sich hinter diesen dann doch Bandverletzungen des Handgelenks, die zu Bandinstabilitäten mit erheblichen Spätfolgen führen können.

Das normale Röntgen deckt diese nicht auf, da die Bänder, welche die Handwurzelknochen miteinander verbinden hier nicht sichtbar sind. Zum Teil sind diese Bänder in der Kernspintomographie sichtbar. Bei begründeter Verdachtsdiagnose kommt eine Kinematographie (Bewegungsanalyse des Handgelenks) unter Durchleuchtung oder eine Arthroskopie - Gelenkspiegelung des Handgelenks - in Frage, um die Ursache der Schmerzen zu erkennen . Insbesondere die Entwicklung der Arthroskopie, die am Handgelenk einen sehr wichtigen Stellenwert - sowohl diagnostisch als auch therapeutisch - eingenommen hat, hat immens zu unserem verbesserten Verständnis vieler Handgelenksprobleme beigetragen.

Die einzelnen Knochen der Handwurzel sind durch viele Bänder miteinander verbunden. So wird das harmonische Zusammenspiel dieser kleinen Knochen zu einer harmonischen Bewegung des Handgelenks gewährleistet. Einigen Bänder kommt insbesondere bei der Verletzung des Handgelenks eine besondere Bedeutung zu. Eines der Hauptbänder des Handgelenks ist das Band zwischen Kahnbein und Mondbein. Ein Riss dieses Bandes führt zu einem sehr schicksalhaften Verlauf, im letzten Stadium zu einer nicht mehr reversiblen Arthrose und damit Zerstörung des Handgelenks. Wichtig ist es deshalb solche Verletzungen des Handgelenks zu erkennen. In einem Frühstadium ist noch eine Wiederherstellung der Bandverbindung möglich. Aber auch in einem späteren Stadium der Erkrankung sind noch bei rechtzeitiger Diagnose möglich das Handgelenk zu rekonstruieren: indem die beteiligten Handwurzelknochen knöchern miteinander verbunden werden.

Eine häufige Ursache der Arthrose des Handgelenks stellen nicht oder fehl verheilte Knochenbrüche dar. Heute wissen wir, dass diese in vielen Fällen ebenfalls zu einer Arthrose des Handgelenks führen können. Deshalb sind unsere Ansprüche an eine exakte Einstellung und Rekonstruktion erheblich gestiegen. Durchblutungsstörungen einzelner Handwurzelknochen können eine weitere Ursache für die Arthrose des Handgelenks darstellen. Eine weitere Ursache stellen Instabilitäten des Handgelenks und deren Folgezustände dar. (SLAC- und SNAC-wrist)

Die konservative Therapie des Handgelenks beinhaltet die Möglichkeiten der modernen Arthrose Therapie mit medikamentöser und physiotherapeutischer Behandlung. Bei starken Schmerzzustände kommt die Versorgung mit einer Handgelenksbandage oder Manschette in Frage. Wichtig ist es jedoch die Entstehung der Arthrose abzuklären, um nicht eine rechtzeitig noch mögliche Beseitigung der Ursachen zu verpassen.

Zu den in unserem Hause behandelbaren Erkrankungen der Hand gehören u.a.:

  • die rheumatischen Handdeformitäten
  • degenerative Gelenkerkrankungen der Hand
  • Erkrankungen der Sehnen und deren Gleitgewebe wie z.B. Sehnenscheidenentzündungen
  • Verletzungen und Verletzungsfolgen der Sehnen der Hand
  • gutartige Tumoren der Hand wie z.B. Ganglien, Weichteil-, Nerven- und Knochentumoren
  • Nervenengpasssyndrome wie z.B. das Karpaltunnelsyndrom
  • Verletzungen und Verletzungsfolgen der Nerven des Armes und der Hand
  • angeborene Fehlbildungen
  • die Dupuytren´sche Erkrankung oder Kontraktur
Unsere Patienten empfehlen uns:
Endoprothetik
Weiterempfehlungsrate
99,5%
Fragen an die Klinik
Stellen Sie uns Ihre Fragen zur Endoprothetik und Gelenkchirurgie.