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Polyarteriitis nodosa

Das Behçet-Syndrom betrifft überwiegend Menschen aus dem vorderen und mittleren Orient sowie aus Ostasien. Es ist bei Mittel- und Nordeuropäern sehr selten. Das häufigste Symptom sind schubweise auftretende Aphten - Schleimhautgeschwüre - an der Mundschleimhaut und an den Genitalien sowie entzündliche Augen- und Hautveränderungen.

Im Gegensatz zu den vorgenannten Erkrankungen betrifft die Polyarteriitis nodosa in erster Linie die mittelgroßen Blutgefäße. Einbezogen werden vor allem die Haut, der Dünn- und Dickdarm, das Herz und das Gehirn. Neben entzündlichen Symptomen stehen dabei Durchblutungsstörungen im Vordergrund, im ungünstigsten Fall kommt es an den betroffenen Organen zu Infarkten.

Werden die Extremitätenarterien einbezogen, entstehen kritische Durchblutungsstörungen an den Finger- und Zehenspitzen. Rheumatische Beschwerden sind häufig, und viele Patienten entwickeln einen Bluthochdruck.

Größtenteils wird eine intensive Immunsuppression benötigt, insbesondere wenn schwerwiegende Schädigungen von Organen oder Geweben durch Minderdurchblutung drohen. Bei der Mehrzahl der Patienten muss die anschließende Erhaltungstherapie über längere Zeiträume durchgeführt werden. Daneben gibt es aber eine Zahl von Erkrankungen mit kürzerem Verlauf und begrenztem Therapiebedarf.

Wichtig ist zudem, dass ein Teil der Patienten eine chronische Leberentzündung durch das Hepatitis B - Virus hat. Diese Infektion scheint an der Vaskulitisentstehung ursächlich beteiligt zu sein. Eine antiinfektiöse Therapie kann dann zur Rückbildung der Vaskulitis führen.

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