Riesenzellarteriitis
Die Riesenzellarteriitis ist die häufigste primäre systemische Vaskulitis. Sie betrifft in erster Linie die großen Arterien und die im Brustraum verlaufende Hauptschlagader (Aorta). Sie tritt mit wenigen Ausnahmen im Alter über 50 Jahren auf.

Ein charakteristischer Befund bei der Riesenzellarteriitis ist die entzündliche Schwellung der Schläfenarterie
Alle genannten Beschwerden gehen charakteristischerweise mit stark erhöhten Entzündungswerten im Blut einher (hohe Blutsenkungsgeschwindigkeit, hohes C-reaktives Protein).

In der Therapie der Riesenzellarteriitis haben Immunsuppressiva stark an Bedeutung gewonnen. Nur ein Teil der Patienten kann nach heutigem Wissen allein mit Kortison ausreichend behandelt werden. Viele Patienten benötigen zusätzlich ein immunsuppressives Medikament, um den Kortisonbedarf in einen verträglichen Bereich zu senken. Der Sehverlust infolge der Riesenzellarteriitis und andere Gefäßverschlüsse sind Notfälle, die innerhalb weniger Stunden behandelt werden müssen, um nicht- rückbildungsfähige Schäden zu vermeiden.



