Takayasu-Arteriitis
Die Takayasu-Arteriitis ist eine Entzündung der Aorta - der Hauptschlagader - und ihrer Abgänge, die vor allem Frauen im Alter unter 50 Jahren betrifft. Wie bei anderen Vaskulitiden treten auch bei der Takayasu-Arteriitis entzündliche Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Temperaturerhöhung, Gewichtabnahme. Bemerkenswerterweise können diese Symptome können aber auch fehlen.

Angiographie (Röntgendarstellung mit Kontrastmittel) des unteren Drittels der Aorta mit der Aufzweigung in die beiden Arterien, die die Beine versorgen. Es bestehen ausgeprägte Wandunregelmäßigkeiten und Gefäßverengungen
Die Arteriitis äußert sich vordergründig mit Durchblutungsstörungen, die größere Körperabschnitte betreffen wie ganze Extremitäten oder ganze Organe. Charakteristische Symptome sind Schwäche und mangelnde Ausdauer bei Arm- oder Beinarbeit sowie Blutdruckdifferenzen zwischen linkem und rechtem Arm oder zwischen den Armen und Beinen. Durchblutungsstörungen am Herzen, den Nieren oder am Gehirn äußern sich mit Symptomen wie Brustschmerzen, Bluthochdruck oder Schwindel.
Nur ein Teil der betroffenen Patienten ist allein mit Kortison ausreichend zu behandeln. Die übrigen Patienten benötigen eine intensivere immunsuppressive Therapie. Bis vor wenigen Jahren galt die Takayasu-Arteriitis als besonders schwer zu behandeln und als vielfach resistent gegenüber jeglicher Therapie. Diese Einschätzung kann aus heutiger Sicht nicht mehr aufrechterhalten werden. Bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn und ausreichender Therapieintensität lässt sich die Gefäßentzündung im Regelfall beherrschen und gravierende Organschäden können vermieden werden.



